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Brexit,...na und?!

21.08.16

Es gibt viele Länder, außerhalb der EU. Denjenigen in geografischer Nachbarschaft ist meistens eines gemeinsam: Sie wollen die Mitgliedschaft in dem elitären Klub. Aus der Idee eines Friedens- und Stabilitätsbündnisses ist in den letzten Jahren ein global-ökonomischer Machtapparat geworden, der seinen Bürgern neben Wohlstand und Sicherheit auch Lebensqualität garantiert. Und es ist kein Ende in Sicht. Mit dem Wohlstand wächst die Verantwortung. Diese erfordert rechtliche Rahmenbedingungen. Europäische Debatten über den Umgang mit Flüchtlingen sind vielleicht nicht unterhaltsam aber notwendig, um eine gemeinsame rechtliche Grundlage zu entwickeln. Dabei gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Entweder alle gewinnen zusammen oder eben nicht.

Großbritanniens Weg heraus aus dem Haus EU ist in seinem Mangel an Logik, wenn man sich ihre Finanz- und Wirtschaftspolitik der letzten drei Jahrzehnte ansieht, nur konsequent. Es ist nicht zu vernachlässigen, daß das Votum als ein Symptom der britischen Krise gesehen werden muß. Sowohl die Tatsache, daß es stattfand, als auch das Ergebnis des Referendums zeugen von Unzufriedenheit mit dem vorherrschendem politischen System. Die Ursachen der Krise zu erläutern, würde hier zu weit führen, aber es sollte klar sein, daß das Aufkündigen der Mitgliedschaft in der EU nicht die Probleme Großbritanniens löst, auch wenn das durch die blühenden Fantasielandschaften, die die britische Regenbogenpresse zeichnet und denen konservative Medien sich dann regelmäßig anschließen, suggeriert wird. Die Lage ist derzeit noch diffus, aber es gibt kaum ein Szenario, in dem es sich für die Briten lohnt, nicht EU-Mitglied zu sein. Wenn sie das merken, wird es wahrscheinlich zu spät sein. Es wird Jahre dauern bis britische Waren und Dienstleistungen ungehindert in die EU transportiert werden dürfen, wenn überhaupt. Und selbst dann, wenn sie in Knebelverträgen neben Norwegen und anderen mit der EU stecken, ohne Einfluß auf die Bedingungen im wichtigsten Absatzmarkt für ihre Produkte, spielen sie eine Rolle nahe an der Bedeutungslosigkeit. Ihre Wirtschaftskraft wird abnehmen, es entsteht eine hochsensible, weil abhängige Ökonomie, die jede Unebenheit konjunktureller, aber auch währungstechnischer Art, direkt an die Bevölkerung weitergibt. Es folgt die weitere materielle Verarmung der Bevölkerung u.s.w..

Noch sind das nur Prognosen, aber die Reaktionen der Märkte lassen dieses Szenario als nicht unwahrscheinlich erscheinen. Eine Kapitalflucht, das schlimmste was einem Nationalstaat passieren kann, also der totale Vertrauensverlust, politisch wie ökonomisch, ist in Großbritannien ein Stück weit wahrscheinlicher geworden. Letztendlich sind Großbritanniens Probleme nationale Angelegenheit. Sie zu lösen wäre deutlich einfacher gewesen, wenn es Mitglied der EU geblieben wäre, könnte man meinen. Doch das zu entscheiden, ist den Briten überlassen. 

 

 

Die kurz- und langfristigen Folgen falscher Geldpolitik

12.09.14 riverstreet

Zugegeben, die Überschrift suggeriert, daß man falsch und richtig klar definieren und voneinander trennen könnte. Das ist, gerade, wenn es um so komplexe Angelegenheiten wie Fiskalpolitik geht, eigentlich nicht der Fall. Die Technokraten in den Zentralbanken stehen vor einem Dilemma. Sie müssen Entscheidungen treffen auf der Grundlage erhobener statistischer Daten, wie der durchschnittlichen Inflation, der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit oder der Einkommenshöhen. Nehmen wir hier nur zur Vereinfachung an, diese nominalen Daten entsprächen den realen Begebenheiten, so folgt daraus nicht zwangsläufig eine eindeutige Handlungsanleitung für die Bänker.

Die Zentralbanken heute, also die EZB in Europa und die FED in den USA folgen ein und derselben Theorie, dem Keynesianismus. Eine Theorie aus der Zeit der großen Depression und der beiden Weltkriege, benannt nach dem britischen Ökonom John Maynard Keynes. Die Theorie ist ebenso umstritten, wie die Zeit in der sie geboren wurde turbulent war. Keynes war geprägt von ihr und geht im Wesentlichen davon aus, daß ohne einschneidende steuernde Zentralbanken, der Geldmarkt und mit ihm die gesamte Realwirtschaft in die Depression, bzw. Inflation verfällt. Die Theorie ist aus heutiger Sicht mehr als zweifelhaft. Die Wirschaftswissenschaft des 21. Jahrhunderts steht vollkommen anderen Herausforderungen gegenüber. Heute darf man zu Recht davon ausgehen, daß Keynes im Unrecht ist. Das Geldsystem ist heute ein weitgehend sich selbst regulierendes System, das sich automatisch an die unternehmerischen und politischen Realitäten anpasst.

Was bewirkt die Geldpolitik Draghis und Yellens heute? Das extrem niedrige Zinsniveau, also die Kosten, für die sich die Banken bei den Zentralbanken Geld leihen können, führt zu einer realen Entwertung des Geldes. Entwertetes Geld ist immer eine Gefahr für die Realwirtschaft. Ich stelle mir die Frage, welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit überhaupt ein Arbeitsplatz entstehen kann, ein Unternehmen gegründet werden kann etc.. Dabei ist die Versorgung des privaten Sektors mit Geld zwar auch ein Faktor, aber eben nur einer unter vielen anderen. Zum Beispiel muss das Geld zumindest soviel wert sein, daß es sich für eine Bank, ein Unternehmen, einen Menschen lohnt, den Gegenwert des Geldes in Form von Einkommen zu produzieren. Das ist aber heute nicht der Fall.

Eine weitere Folge des zu billigen Geldes sind die allseits bekannten Fehlallokationen des Geldes. Man muß nicht die Aktienmärkte bemühen, die bei einer Abkehr der Zentralbanken von ihrer Billiggeldpolitik wie Seifenblasen zerplatzen. Auch in der Realwirtschaft entstehen ganze Branchen und Wirtschaftszweige, die zwar keinen Mehrwert produzieren, geschweige denn Arbeitsplätze schaffen, aber das System insgesamt träge und angreifbar machen. Abschließend kann ich also feststellen: Die jetzige Geldpolitik ist falsch, zumindest unter der eingangs angenommenen, abstrahierenden Prämisse, daß die nominalen Daten den realen Daten entsprechen.

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Kommt ein Schuldenschnitt in den USA?

29.12.12 riverstreet

Heute, drei Tage vor Erreichen der Schuldenobergrenze der USA, ist noch keine Einigung über den Haushaltsplan für 2013 in Sicht. Es wird Zeit, sich Gedanken zu machen über Lösungen. Keine Lösung sind 36 Milliarden Dollar Steuererhöhungen für die Amerikaner im nächsten Jahr. Dazu muss man wissen, dass diese Aufwendungen nicht die Schulden abtragen, sondern lediglich der Begleichung der Zinsforderungen dienen. Echte Schuldenverringerungen werden in jedem Fall nur durch erhebliche Einsparungen im Haushalt der USA möglich sein.

Präsident Obama erweist sich als mehr, als nur ein brillanter Redner und Wahlkämpfer. Durch die polarisierende "Fiscal Cliff"-Debatte lenkt er geschickt von der wahren Situation ab. Denn wenn er den Amerikanern nicht die Wahlgeschenke gemacht hätte, die er gemacht hat, wäre die Schuldenobergrenze wohl nie erreicht worden. Ein eisern sparender US-Präsident hätte die Amerikaner vor den höchsten Steuererhöhungen ihrer Geschichte bewahren können. Nun sind die U.S.-amerikanischen Einkommenssteuersätze, verglichen mit europäischen, auf einem äusserst niedrigem Niveau. Es bleibt auch mir ein Rätsel, warum die Wirtschaft mit so günstigen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren trotzdem so miserabel performed hat. Das deutet auf tiefer liegende strukturelle Defizite hin, die offenbar eine grössere Rolle spielen, als bisher angenommen. Kleine und mittelständische Unternehmen, in Europa die Hauptarbeitgeber, sind in den USA der 70er und 80er Jahre sprichwörtlich wegrationalisiert worden. "Size matters" und "think big" mögen marketingtechnisch verfängliche Slogans sein, für eine Volkswirtschaft hat eine solche Ideologie fatale Folgen bis hin zur Handlungsunfähigkeit und dem Ende ihrer Existenz.

Aber es soll hier um Lösungen gehen. Meine Lösung ist ein 30-prozentiger Schuldenschnitt für die USA. Das hiesse, dass auf ein Drittel der Schuldansprüche an die USA von Seiten der Gläubiger verzichtet wird. Im Gegenzug verpflichten sich die USA auf ein Konsolidierungskonzept, das neben einem ausgeglichenem Haushalt die Abtragung bestehender Schulden vorsieht. Natürlich würde die Kreditwürdigkeit der USA bei Rating-Agenturen ebenfalls erheblich sinken. aber lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Präsident Obamas Image als "Everybodys Darling" wäre natürlich auch hinüber. Menschenrechte werden all zu oft mit Presse- und Meinungsfreiheit gleichgesetzt. Das wichtigste Menschenrecht ist jedoch das Recht, ökonomisch unabhängig zu sein. Dieses Recht für jeden Menschen auf der Welt zu gewährleisten, sollte das Hauptanliegen sein. Wir haben die Sklaverei abgeschafft, nicht um Schwarze gesellschaftlich oder ökonomisch besser zu stellen, sondern weil jeder Mensch das Recht auf ökonomische Selbstbestimmung hat.

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Dem Abgrund einen Schritt naeher?

07.11.12 riverstreetnet

Vielleicht ist es uebertrieben. Obama wurde gestern wieder gewaehlt und heute sind die Aktien schon wieder um durchschnittlich 2 % im Wert gefallen. Als strategischer Anleger kann ich nicht anders handeln, wie viele Anleger auch: Das Risiko eines Verlustes minimieren. Ein politischer Wechsel im Weissen Haus haette zumindest die Aufmerksamkeit von der Bedrohungslage durch die bald erreichte Defizitobergrenze im U.S.-Amerikanischen Haushalt abgelenkt. Wie ein Damoklesschwert haengt dieser Termin ueber den Koepfen der internationalen Kapitalanleger. Dass der wiedergewaehlte Praesident das Defizit selbst entscheidend in die Hoehe getrieben hat, sorgt nicht gerade fuer Beruhigung.

Ich habe mich von allen Titeln in meinem Portfolio getrennt. Das heisst nicht, dass das eine weise Entscheidung war, die ich jedem raten koennte. Aber ich koennte heute auch niemandem mehr raten, Aktien zu kaufen. Die Angst vor einem alles mit sich reissendem Strom abwaerts ist groesser geworden, als sie es im Mai diesen Jahres war. Das ist ein starkes Anzeichen fuer eine "bearishe" Entwicklung an den Aktienmaerkten, um ein vorsichtiges Szenario zu zeichnen. Es gibt daneben noch pessimistischere Szenarien, in denen das boese Wort Crash vorkommt. Aber in jedem Fall ist damit kein Geld zu verdienen.

Der Ausweg besteht darin, rechtzeitig auf konservativere Anlageformen umzusteigen. Edelmetalle, Immobilien, Small-Capital-Investments, ja sogar biedere Spardirdas-Produkte machen bei einer oben geschilderten Entwicklung eine bessere Performance, als jeder Boersentitel. Um das zu erreichen, ist natuerlich entsprechendes Wissen und ein gewisses Mass an Instinkt Vorraussetzung.

Letztendlich muss jeder selbst darueber entscheiden, wie er sich in der jetzigen Situation verhaelt. Ein Patenrezept gibt es nicht. Ich hoffe, dass dieser Artikel einigermassen hilfreich war.

Die Angst regiert die weltweiten Finanzmarktplätze

27.05.12 riverstreetnet

Es ist nicht so einfach, die jetzige Situation auf den Kapitalmärkten zu erklären. Insbesondere institutionelle Anleger üben sich in ungewohnter Zurückhaltung, was Investitionen angeht. Die Gründe sind zahlreich, z.B. die angespannte Haushaltslage einiger Euro-Mitgliedsstaaten oder die Angst vor einer Finanz-Transaktionssteuer oder es ist die Furcht vor einer Wiederwahl Barack Obamas, um nur drei mögliche Ursachen zu nennen.

Ich will nicht so weit gehen und behaupten, die Befürchtungen seien unbegründet, das nicht. Einige Risiken behält unser Zusammenleben, insbsondere das geschäftliche, immer bereit. Man kann auch morgen vom Hund gebissen werden und stirbt an Wundstarrkrampf. Aber oftmals bleiben Risiken eben nur das: Nie Realität werdende Risiken. Es ist aus meiner Sicht erstaunlich, wie eine Handvoll politischer Berufsaktionisten mit Allzwecklösungen in der Öffentlichkeit um sich werfen, wie im Beispiel der Finanztransaktionssteuer. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie unsere Welt aussähe, wenn die zwanghaften Substanzbesteuerer jemals ihre Forderungen durchgesetzt hätten. Da ist mir Sarazin lieber,weil er sich wenigstens nicht mit dem Mantel des Mainstreams verkleidet.

Zu den Haushaltsproblemen der Euro-Mitgliedsstaaten kann ich kurz anmerken: Ja wir haben hoch verschuldete Staaten, die über keine konkurrenzfähige Binnenwirtschaft mehr verfügen, eine immens hohe Arbeitslosigkeit aufweisen, korrupt sind, und wer weiß, was sonst noch alles. Das ist ein Problem für institutionelle Anleger, z.B. für die Bank of America, ja zweifellos. Kann die Bank of America die Probleme selbst lösen? Nein natürlich nicht. Also wer kann der Bank of America bei ihren Problemen helfen? Ganz genau: Ausschließlich die demokratisch gewählten nationalen Regierungen der verschuldeten Länder. Mann kann den Regierungen Instrumente anbieten, um ihre Probleme zu lösen, was im europäischem und internationalem Rahmen ja auch jetzt schon Realität ist. Man kann auch der Meinung sein, die jetzigen Instrumente sind nicht ausreichend, siehe Eurobonds. Aber eines kann man nicht, die Finanzwelt für sein eigenes Versagen in Geiselhaft nehmen und Ratingagenturen spielen die Musik dazu.

Drittens: Die Angst vor einer Wiederwahl Barack Obamas. Dazu muß ich sagen, daß sie für mich die nachvollziehbarste Befürchtung darstellt. Ich habe nichts gegen einen höheren Spitzensteuersatz oder eine staatlich organisierte Krankenversicherung als Ergänzung. Aber die Vorstellung, daß dem weltweit größtem privatem Sektor weitere Jahre des politischem Stillstands bevorsteht, der nur unterbrochen wird, um die staatliche Schuldenobergrenze in Nacht- und Nebelaktionen noch weiter nach oben zu schrauben, läßt sogar mich erschaudern. 

Fazit: Die jetzige Situation birgt mehr Chancen, als Risiken.

 

Von der Industriegesellschaft zur Kapitalgesellschaft

19.03.12 riverstreetnet

Die Wirtschaftskrisen der letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Besonders in den USA, aber auch in großen Teilen Europas sind die Auswirkungen der Finanzkrisen auf die reale Wirtschaft spür- und meßbar. Man könnte der Versuchung erliegen, daß sich hinter den sogenannten Ausnahmesituationen in Wahrheit lediglich eine langfristige Entwicklung verbirgt, die von den USA und Europa durchlaufen werden muß. 

Die Frage erscheint logisch: Wäre es nicht sinnvoller, wenn wir unsere Situation nicht als außerordentliche Krise charakterisieren, sondern als normalen Zustand, in dem wir wahrscheinlich noch Jahrzehnte verharren müssen? Vor allem der Arbeitsmarkt wird derzeit besonders strapaziert, zugegeben nicht in Deutschland, aber europaweit liegen die Zahlen auf Rekordniveau. Und in den USA sieht es noch schlimmer aus. Es steht außer Frage, daß sich hinter den Zahlen die scheiternden Lebensentwürfe von Menschen verbergen und es ist in jedem einzelnen Fall eine Katastrophe. Aber ich erwarte von der Politik, daß sie als Krisenmanager fungiert und nicht durch Panikmache Öl in's Feuer gießt. Es gibt seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts eine Theorie, die besagt, daß in den Industrienationen die Zahl der Erwerbsarbeitsplätze irgendwann auf ein Bruchteil dessen schrumpfen wird, was wir heute an Erwerbsarbeit bezeichnen. In dem Maße, wie wir reicher durch Erwerbsarbeit geworden sind, wird dieser Reichtum zur Abschaffung der Arbeit als lebenserfüllende Beschäftigung führen. Ich habe diesen Zusammenhang einmal grafisch aufbereitet:

Diese Grafik zeigt über einen Zeitraum von 100 Jahren den stark vereinfachten Zusammenhang zwischen Wohlstand und Beschäftigung. Während im ersten Jahrzehnt das Verhältnis in unseren Augen noch gesund erscheint, verändert sich das Verhältnis im Laufe der Jahrzehnte drastisch. Zur Veranschaulichung habe ich eine konstante Armutsgrenze in die Datenreihe einfließen lassen, was streng genommen fehlerhaft ist, da die Armutsgrenze abhängig vom Wohlstand und der Inflation steigt. Aber man erkennt dadurch deutlich den Konflikt, der auch uns heute nur allzu bekannt sein dürfte, und der in den USA schon Normalität ist. Ich spreche vom Niedriglohnsektor, oder dem Slogan "Arm trotz Arbeit". Die Armut ist sozusagen die Pufferzone für die Auswirkungen des strukturellen Wandels in unseren Volkswirtschaften. 

Die Größe, die ich in der Grafik lapidar "Wohlstand" genannt habe, ist natürlich eine statistische Größe. Man könnte es das durchnittliche Pro-Kopf-Vermögen nennen. Also eine surreale Zahl, denn die reichsten 1% besitzen schon die Hälfte allen Vermögens. Ohne das zu bewerten, sollte man sich doch fragen, wer in dieser theoretischen Zukunft die Funktionen der Erwerbsarbeit übernehmen soll und kann. Denn heute sorgt Erwerbsarbeit immer noch für die Garantie einer solidarischen Gesellschaft und sie generiert Gewinne für den Staat und den einzelnen. Die Frage ist: Wie lange noch?

 

 

Die vernetzte Welt und die Revolution

23.02.12 riverstreet news

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Wird London das nächste Detroit - Was kommt nach der Euro Krise?

31.01.12 riverstreet news

Jeder Jahreswechsel hat die Angewohnheit, daß er bei den Menschen, die ihn erleben, merkwürdige Verhaltensweisen auslöst. Bei manchen entstehen kreative, "gute" Vorsätze. Bei anderen, und ich zähle mich dazu, entstehen diffuse Ängste, die Zukunft betreffend. Wenn man in einem stabilen politischem Umfeld lebt, zerstreuen sich solche Ängste recht schnell. Anders heute, wenn diese Ängste auf die Euro-Krise, die Unfähigkeit der politischen, der ökonomischen Klasse treffen, wirken sie, wie Katalysatoren. 

Unweigerlich drängen sich die Bilder der jüngeren Geschichte auf. Bilder aus Detroit, wo heutzutage wieder Landwirtschaft betrieben wird, auf dem Gelände, das fast 200 Jahre lang dem industriellen Automobilbau gedient hatte. Nicht, daß wir heute ohne Automobile auskommen würden. Wir kommen ohne Detroit aus. Die Logik hinter den Entwicklungen erschließt sich niemandem mehr so einfach. Sicher, es gibt Lohnstückkosten, unwirtschaftliche Produkte oder einfach Versagen der Politik, aber diese Faktoren basieren allesamt auf empirischen Daten. Erst wenn aus Detroit ein Schandfleck des Kapitalismus geworden ist, sinken die Immobilienpreise dort.  

Was mir und vielen anderen Sorgen bereitet, ist unsere Unfähigkeit, solche Entwicklungen vorherzusehen. Ich meine das nicht als allgemeine Anklage, sondern als konkreten Vorwurf. Wir sollten es als unsere Pflicht ansehen, Entwicklungen, wie in Detroit zu erkennen und damit zu verhindern. Es reicht einfach nicht, eine Börsenumsatzsteuer einzuführen, in der Hoffnung, mit der bloßen monetären Begrenzung der Spekulationen bzw. Transaktionen irgendein Problem zu lösen. Jede Steuer, auch wenn sie nur 0,01 % beträgt, hat die Nebenwirkung, zu steuern. Und sie steuert vielleicht in eine Richtung, die gar nicht mit unseren Interessen in Einklang zu bringen ist. Schuldenabbau zur Risikominimierung allein, um jeden Preis, ist keine Option im 21. Jahrhundert. 

Die Stadt London ist mit Detroit nicht vergleichbar. Und ich hoffe, daß wir sie nie vergleichen müssen. Aber daß es in diesem Jahr um wichtige Weichenstellungen auch für Großbritannien gehen wird, ist sonnenklar. Denn der Tag wird kommen, daß die Euro-Länder ihre Haushaltsprobleme im Griff haben. Was das für den Finanzmarktplatz London bedeutet, können wir leider noch nicht abschätzen.

01.01.12 riverstreet news

Rückblick 2011 und Ausblick 2012

Das Jahr 2011 ist um. Es gehört zweifellos zu den turbulentesten Börsenjahren, die ich je erlebt habe. Dabei hatte alles so "normal" begonnen. Das erste Quartal 2011 war eigentlich eines, das getrost als Werbung für Aktienmärkte misverstanden hätte werden können. Gute Rahmenbedingungen, Europas Wirtschaft auf dem Konjunkturgipfel sorgten nicht nur für gute Laune, sondern auch für stattliche Kurs-Erträge.

Doch dann stellten zumindest zwei Ereignisse unsere heile Welt in den Schatten des Bären. Das erste war der Quasi-Bankrott Griechenlands, das, auch katalysiert durch einige transatlantische sogenannte "Bewertungs-Agenturen", seine Staatsanleihen nicht mehr verkaufen konnte. (Später sollte sich herausstellen, daß sich diese "Agenturen" in einem Sumpf aus wirtschaftlicher und politischer Abhängigkeit und Korruption bewegen.) Das zweite Ereignis, daß die Anleger irritierte, war natürlich Fukushima, Japan. Eine atomare Kernschmelze gut 200 Kilometer vom Zentrum Tokyos entfernt hat das Zeug dazu, die ganze Weltwirtschaft zum Erlahmen zu bringen. 

In dieser Hinsicht sind wir noch glimpflich davon gekommen, was die Einbrüche an den Börsen im 2. und 3. Quartal 2011 anging. Dennoch schmolzen die zarten Gewinne dahin, wie Eis in der August-Sonne. Und es ging abwärts, 15 - 40 %, weltweit.

Das 4. Quartal 2011 war Balsam auf die Wunden der Anleger. Nach den Rekord-Einbrüchen zuvor aber, nicht mehr, als das. Nach einem solchen Jahr wird man vorsichtig, was Ausblicke für das nächste Jahr betrifft. Auch in dem kommenden Jahr wird es Ereignisse geben, unvorhergesehene und bereits feststehende, die alle unsere Planungen wegwischen können. Die Präsidentschaftswahl in den USA ist eines, dieser Ereignisse, von dessen Ausgang viel für die Anleger in den USA und auf der ganzen Welt abhängt. 

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12.12.2011 riverstreet news

Eurobonds - Rettung oder Fluch?

Um zunächst mal eines klar zu stellen. Die Überschrift ist dazu da, Neugier zu wecken und nicht, um beantwortet zu werden. Die Informationslage für uns Normalbürger,scheint wie fast immer, wenn es um internationale Finanzfragen geht, verworren, wenn nicht gar undurchdringlich. Dennoch werde ich mich bemühen, eindeutig und verständlich zu formulieren, welche Pro's und Contra's bei dieser Debatte meiner Meinung nach beachtenswert sind.

Nicht all meine Leser wissen vielleicht, daß der "Bond" eine Erfindung der Privatwirtschaft zu Zeiten des blühenden Manchesterkapitalismus, ca. Mitte des 19. Jahrhunderts ist. Noch heute findet man in Eisenbahn-Museen manchmal eines dieser Bonds, ein Stück bedrucktes Papier, das den Besitzer zum Mitinhaber z.B. der Union Pacific Railways machte. Er lieh dem Konsortium eine stattliche Summe Geld, und bekam dafür Zinsen, als Pfand diente notfalls der Schienenstrang. Dieses Finanzprodukt lebt bis heute. In der Privatwirtschaft nennen wir es Aktie, bei Staaten heißt es Anleihe. Die Bundesrepublik macht in Zeiten überschuldeter Staaten mit ihren Anleihen ein Mega-Geschäft, nicht nur, aber auch auf Kosten Italiens, Spaniens und Griechenlands. Die Regierungen dieser Länder haben zwar viele Probleme erst erschaffen, aber Deutschland und Frankreich wirken im Euro-Raum wie Brandbeschleuniger.

Die Wirtschaft in Deutschland und Frankreich profitiert am stärksten vom EU-Binnenmarkt und will am wenigsten riskieren, ihn zu erhalten. Das kann auch schief gehen. In diesem Kontext sind Euro-Bonds eine sinnvolle Lösung, sofern sie nationale Anleihen nicht vom Markt verdrängen. Krisenländer werden dadurch in die Lage versetzt Liquidität zu generieren zu einem europäisch einheitlichem Zinssatz. Wichtig ist hierbei tatsächlich die Regulierung, also z.B. Obergrenzen für europäische Anleihe-Ausgabe bei Ländern, die die Maastricht-Kriterien verletzen. Wenn im schlimmsten Fall alle zusammen haften, sollten auch alle dafür sorgen, daß dieser Fall nie eintritt. Euro-Bonds müssen einhergehen mit einer politischen Vertiefung der nationalen Beziehungen im Euro-Raum. Ob dies eine Änderung bestehender europäischer Verträge voraussetzt, wage ich jedoch zu bezweifeln. Vielmehr entsteht dadurch ein neues Risiko, nämlich das Kind mit dem Bade auszuschütten. 

Die Frage sollte vielleicht lauten: Gelingt der EU eine politische Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Beziehungen ohne die Basis ihres international so erfolgreichen Binnenmarkt-Modells zu zerstören, den nationalökonomischen Wettbewerb? Frankreich und Deutschland halten Kurs, nur das Ziel ihrer Reise ist unbekannt.

 

27.11.2011 riverstreet news

Nichts ist langweiliger als Wirtschaft

Unser Gesellschaftssystem wird derzeit heftig kritisiert und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich selbst in der Mitte der Gesellschaft die Meinung verfestigt, daß es nur auf Kosten der schwächeren Anderen funktioniert. Niemand kann leugnen, daß der Markt ohne die Waffen, wie Verdrängung, Preiskampf, Streiks u.s.w. nicht auskommen würde.

In diesem Sinne wäre ein gesetzlich geregelter Mindestlohn, wie es ihn in den USA schon seit langer Zeit gibt, eigentlich kontraproduktiv, weil er die Rechte der organisierten Arbeitnehmer beschneidet. Etwas, was in Westdeutschland immer als Sakrileg galt, weil es einen Eingriff in die Tarifautonomie bedeutete. Heute ist es Mode geworden, alte Zöpfe abzuschneiden, nur weil sie alt sind. Oft preisen sich diese Pseudo-Reformatoren damit, konservative Werte zu schützen. 

Der Markt hat dabei ganz einfache Lösungen parat. Arbeitnehmer, wie die berühmte ostdeutsche Friseurin, werden dafür, daß sie Ihre Rechte auf Lohnsteigerungen nicht in Anspruch nehmen, bestraft, und zwar mit Lohnkürzungen. Es ist dieses Märchen vom bösen Drachen namens Kapitalismus, vor dem die armen kleinen Wähler beschützt werden müssen, natürlich durch die guten Ritter der Elefantenrunde. Ich kenne den Wettbewerbsdruck in der freien Marktwirtschaft und ich kenne die Wirkung, die er auf jeden einzelnen Arbeitnehmer ausübt. Deshalb bin ich mir im Klaren über die verlockende Wirkung unserer sogenannten politischen Klasse, die vorgibt, ein Rezept dagegen zu haben.

Aber gerade in Europa sollte man vorsichtig sein mit Leuten, die vorgeben, im Besitz der Lösung für unsere Probleme zu sein. Oft haben diese Leute ein hoch verschuldetes Bankkonto und sonst nichts.

 

15.11.11

Heißer Herbst zahlt sich aus

War es der Turnaround? Der Monat Oktober entwickelte sich für Aktieninhaber viel besser als erwartet. Und jetzt, Mitte November, scheint die Trendwende geschafft. Denn jetzt sind auch die Geschäftszahlen der Realwirtschaft auf einem Niveau, das einigermaßen optimistisch stimmen dürfte. 

Aber die Börse lehrt bekanntlich Demut. Und so muß man realisieren, daß die Indizes auf das ganze Jahr gerechnet zwar nicht verloren, aber ebenso wenig gewonnen haben. Einige weitere Aspekte trüben die freudigen Erwartungen. Zum einen die ungelöste Euro-Debatte, die zwar zwei Staatschefs, Berlusconi und Papandreu, das Amt gekostet haben, jedoch keine wirkliche Lösung der Probleme produziert hat. 

Hinzu kommt die neue Bewegung, die es sogar in diesen Artikel geschafft hat, die Occupy-Bewegung. Ein Protest, nicht so sehr aus Kritik am System, als viel mehr aus Frust an der Nicht-Teilhabe gespeist, lähmt die westlichen Kapitalmärkte mehr, als die Demonstranten es selbst ahnen. Die Kapitalmärkte arbeiten mit nur zwei Kräften, Psychologie und Information. Informationen sind in unserer vernetzten Wikileaks-Gesellschaft frei verfügbar. Um die Psychologie muß man sich Sorgen machen.

Die Zentralbanken spielen in dieser Situation eine entscheidende Rolle. Natürlich ist die Wissenschaft geteilter Meinung, ob die Zinspolitik prozyklisch oder antizyklisch organisiert werden sollte. Ich bin der Meinung, daß in Phasen wirtschaftlicher Schwäche die zuständige Zentralbank die Zinsen auf geliehenes Geld erhöhen und nicht senken oder unverändert lassen sollte. Das wirkt zwar in manchen Situationen krisenverschärfend, aber es führt dazu, daß die wirtschaftliche Schwächephase schneller überwunden wird und nicht, wie das Beispiel der USA jüngst gezeigt hat, über Jahre, ja die ganze Obama-Legislatur hindurch andauert. 

Die EZB hat ja gerade einen neuen Präsidenten bekommen. Vielleicht erinnert er sich ja irgendwann einmal an diesen meinen Artikel, wenn es um die europäische Konjunktur schlecht bestellt ist. Möge es niemals der Fall sein.

 

 

30.09.11 riverstreet news

Wie lange hält der Abwärtstrend an?

Wie schon in früheren Veröffentlichungen zu lesen war, sind die Aktienmärkte seit Juli 2011 in einer heftigen Abwärtsbewegung begriffen. Die Frage, die wir und viele andere auf diesem Planeten uns stellen ist, wie tief können sie noch fallen?

Die Gründe für den Absturz sind ziemlich genau analysiert worden (s.u.a.d.S.). Aber sind die Liquiditätsprobleme des Kapitalmarktes allein von diesem zu lösen oder müssen Zentralbanken wie EZB oder die Fed. ordnend eingreifen. Vor allen Dingen sollten sich die beiden genannten koordiniert verhalten, d. h. Zinsschritte nur nach vorheriger Analyse der Situation und in gemeinsamer Absprache durchführen. Denn ein Alleingang der EZB oder der Fed. kann zu unerwünschten Nebeneffekten bis hin zu totalen Zusammenbrüchen einzelner Finanzmärkte führen, ähnlich der Asien-Krise.

Um einen Ausblick auf die Zukunft erhaschen zu können, ist es immer sinnvoll, die Vergangenheit zu kennen. Ich habe deshalb die Verluste des U.S.-amerikanischen S&P 500-Index in den letzten drei Monaten grafisch aufbereitet.

Man könnte denken, daß wir das schlimmste nach dem Monat August hinter uns haben. Aber solche Deutungen sind mit Vorsicht zu genießen. Als Chart-Leser müßte einem auffallen, daß die "Erholung" von August zu September nicht einmal halb so hoch ist wie der Verlust-Zuwachs vom Juli auf den August. Dies kann darauf hindeuten, daß der Abwärtstrend genauso stark bleibt, wie er im Moment ist, 5% - 7% Verlust im Oktober. Aber alles kann sich anders entwickeln. Und im Gegensatz zu Gold-Anlegern erwartet den Shareholder am Ende des zugegebenermaßen verlustreichen Jahres ( BIS JETZT) eine kleine Dividende als Entschädigung.

 

 

 

 

 

21.08.11 riverstreet news

Kursverluste an den Börsen

Die Indizes der weltweiten Finanzmarktplätze haben in den letzten Wochen dramatisch verloren, durchschnittlich zwischen 10 und 30 Prozent. In absoluten Zahlen lesen sich die Verluste noch erschreckender: Werte im zweistelligen Milliardenbereich haben sich innerhalb weniger Wochen scheinbar in Luft aufgelöst. Befürchtungen, es könnte eine zweite Finanzkrise, wie nach der Lehman-Pleite, geben, sind derzeit im Umlauf.

Hier sind einige Gründe, warum es nicht dazu kommen wird: 

1. Wenn man sich die Verluste genauer ansieht, wird man schnell feststellen, daß Finanztitel weniger verloren haben, als andere, z.B Aktien von Industrie-Produzenten. Das spricht entschieden gegen die Theorie einer zweiten Finanzkrise. 

2. Analysieren wir das globale ökonomische Umfeld: Das erste Halbjahr war ein sehr erfolgreiches für fast alle Unternehmen auf diesem Planeten. Mit Ausnahme von Japan hatten wir überall auf der Welt teilweise zweistellige Umsatzsteigerungsraten. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn die Umsätze kamen wegen der Finanzkrise von einem ziemlich niedrigen Niveau. Was die Folge eines solchen Aufschwungs betrifft, so entsteht daraus logischerweise eine verstärkte Investitionstätigkeit der Unternehmen. Investitionen in dieser Größenordnung benötigen Liquidität, die der Markt jedoch noch nicht hergibt. Also beschafft man sich Liquidität dort wo sie am wenigsten kostet, auf dem Kapitalmarkt. Die Folgen sind Kursverluste an den Börsen.

3. Unterstützt wird die Theorie durch die unterschiedlich starken Verluste der Börsen, je nach Anlegerstruktur der jeweiligen Börse. So verlor die deutsche Börse im Vergleich zu anderen europäischen Marktplätzen deutlich mehr, weil viele Anleger hier ihr zurückgestelltes Kapital "geparkt" hatten, um bei Bedarf schnell liquide zu sein.

Man sollte also nicht jede technische Korrektur, die an einem Kapitalmarkt stattfindet gleich als neue Krise bezeichnen. Die Korrektur ist nämlich das, was ihr Name verspricht. Eine Berichtigung. Die Nachfrage nach Liquidität muß auf diese Weise befriedigt werden, nur dann sind auch gute Quartalszahlen von Unternehmen möglich, die wiederum für steigende Kurse sorgen. So ist nunmal das Geschäft.

Wen diese Zusammenhänge erschrecken, der sollte die Finger von solchen Anlageformen lassen. Aber es ist nicht rechtens, allen anderen Anlegern durch überflüssige Regulierung den Spaß zu verderben.

 

06.08.11 riverstreet news

S&P Herabstufung überfällig 

Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft die Staatsanleihen der USA auf AA+ herab. Abgesehen von der Tatsache, daß ein Downgrade nie ein Grund zum Feiern geben sollte, außer für ganz bestimmte Kapitalanleger, bietet sich die seltene Gelegenheit, die Ursachen für die derzeitige Situation zu analysieren. Wie ist es dazu gekommen?

Der Anleger ist von Natur aus jemand, der in "short terms" denkt. Ihm zu erklären, daß die Fehler der amerikanischen Wirtschaftspolitik vor 20 Jahren die jetzige Situation "programmiert" haben, ist für Anleger nicht zufriedenstellend. Und sie haben damit auch nicht ganz unrecht. Zwar sind es strukturelle Probleme, die die USA beschäftigen, doch darf man von der produktivsten, profitabelsten und innovativsten Privatwirtschaft der Welt nicht erwarten, daß sie dafür sorgt, daß die Rahmenbedingungen für privates Wirtschaften jetzt und in Zukunft erhalten bleiben? Als Klimaschützer erwartet man doch auch, daß der Menschheit Sauerstoff zum Atmen zur Verfügung steht, jetzt und in der Zukunft. 

Aber genau das ist in den USA versäumt worden. Anstatt die Gemeinsamkeiten aller Marktteilnehmer, ob nun Rating-Agentur oder Stahlproduzent, in den Vordergrund zu stellen, debattiert man seit Jahrzehnten über Einkommenssteuersätze. Als ob damit irgendjemandem geholfen würde. In einer Rezession/Stagnation ist der Einkommenssteuersatz egal, weil die Einnahmen der öffentlichen Hand in jedem Fall zu niedrig sind. Man kann schon von einem Versagen der parteipolitischen Eliten der USA sprechen, da diese Situation nicht eingetreten wäre, hätte eine Konsensbildung in der Gesellschaft rechtzeitig stattgefunden.

Aber um im anlegerfreundlichen "short terms"-Ton zu bleiben, muß man sagen: Niemand hat politisch von der Debatte um die Schuldenobergrenze profitiert. Im Gegenteil, alle Beteiligten haben verloren, obwohl sie erfolgreich die Zahlungsunfähigkeit abgewendet haben. Die Republikaner haben mit ihrer Fundamental-Opposition diesen Grad der Eskalation erst herbeigeführt. Die Demokraten haben den Fehler begangen, eine Rekordneuverschuldung wie selbstverständlich in ihren Haushalt einzukalkulieren. 

Ich persönlich halte das Rating für ein Stück lang ersehnte Normalität auf den Kapitalmärkten. Denn manche Charts von Titeln an der Wall-Steet erinnern eher an das Profil der Rocky-Mountains, als an ein Börsen-Chart. Und zumindest das sollte die Anleger tösten: Das Risiko, einen Fehl-Order zu tätigen, ist geringfügig gesunken.

 

 

 

22.03.11 riverstreet news

Gehen die Kapitalmärkte über Leichen?

Die Vermutung lag nah, als die Börsen mit einer neuen Euphorie auf die Katastrophe

in Japan reagierten, und die Indizes an manchen Tagen um mehr als 2% zulegten. Nun hatten sie auch vorher

kräftig verloren, dennoch stehen z.B. die u.s.-amerikanischen Leitindizes heute besser da, als vor

der Katastrophe, die erst zwei Wochen zurückliegt.

Dies hat eine Reihe von Gründen. Die meisten davon sind technische. Es ist einfach so, daß

Börsen von äußeren Impulsen abhängig sind. Diese führen zwar nicht zu einer realen Wertschöpfung, sorgen

aber für Kursgewinne, die genau so schnell verschwinden können, wie Luft aus einem

Ballon entweicht. Ein weiterer Grund ist die reale Anlegerflucht aus dem japanischen Raum in die europäischen und

amerikanischen Börsen. Den Anlegern Zynismus oder gar Misanthropie vorzuwerfen halte ich für

falsch. Sie tun das, was jeder in ihrer Situation tun würde. Ihr Geld in Sicherheit bringen.

Ich persönlich würde jetzt in den japanischen Markt investieren, da die Kurse dort im Keller sind.

Auch wenn ein Restrisiko für langfristige Stagnation oder sogar den Zusammenbruch besteht,

das Risiko, in westlichen Märkten sein Geld zu verlieren, erscheint mir ungleich höher.

 

 

 

 

 

21.02.11 riverstreet news

Kommt eine neue High-Tech-Blase oder ist sie schon da?

So oder so ähnlich lauten die Überschriften der Pessimisten, die nicht mehr Aktien kaufen, seit der Dax die 4000er Marke erklommen hat. Jetzt hätten sie den Wert Ihrer Anlage vervielfacht, in zwei Jahren. 

Doch der Dax zeigt mehr als 7300 Punkte, und das trägt entscheidend zur Bewertung der Situation bei. Ähnlich haben das wohl heute die Anleger in Europa und Asien gesehen. Eineinhalb Prozent Verlust im Durchschnitt, sichere Gewinne mitnehmen, bevor es ein anderer tut. Da merkt man, dass so ein Feiertag auch ein Wettbewerbsnachteil sein kann.

Zurück zur Frage in der Überschrift. Die Antwort ist "weder noch". 

 

 

 

18.02.11 riverstreet news

Weder Bulle noch Bär

Die Stimmung unter den Anlegern lässt sich nicht leicht beschreiben. Die Nervosität, die noch in den letzten Wochen spürbar war, ist in eine fast "bullige" Aufwärtsbewegung der Indizes umgeschlagen, die ihren Grund sicher in guten Konjunktur- und Unternehmensnachrichten hatte. Dennoch ist Optimismus, gerade wegen der letzten Wochen eine gefährliche Angelegenheit. Auch wenn sich die Indizes momentan solide im Aufwärtstrend bewegen, mit fast 2 Prozent pro Woche, werden einzelne Titel durch mehr oder weniger enttäuschende Quartalszahlen gnadenlos bestraft. Die Anspannung hält die Anleger, wenn auch unterbewusst, fest im Griff. Übertriebene Reaktionen sind ein Indiz dafür, dass niemand genau weiß, wer sich im Laufe der nächsten Wochen durchsetzen wird, der Bulle oder der Bär. Für beide Möglichkeiten gibt es schlüssige Argumente. Die an Fahrt gewinnende Weltkonjunktur ist zum Beispiel  ein sicheres Argument für einen Bull-Market. Andererseits sind die derzeitigen Aktienkurse schon ein Argument für die Pessimisten, denn das letzte Jahr war mit Kurszuwächsen von durchschnittlich 25 bis 50 Prozent so sensationell, dass sich so ein Jahr nicht einfach wiederholen lässt. 

Dem Anleger würde ich raten, sein Portfolio dementsprechend variabel und divers zu gestalten, dass er in jedem Fall profitiert, egal wie sich dieses Jahr entwickelt. Diesen Rat zu befolgen, muss nicht auf einen neuen Konservatismus hinauslaufen. Er lässt genügend Spielraum für unkonventionelle Entscheidungen, aber wenn dann tatsächlich der Bär los sein sollte, kann man Verluste mit gewinnbringenden Titeln begrenzen, sogar neutralisieren.  

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Deutsche Börse, Frankfurt

Darf man das? Gibt es ein Gesetz dagegen, potenziellen Investoren gerade jetzt zum Einstieg in das bekanntermaßen riskante Geschäft mit Unternehmensanteilen, lapidar Aktien genannt, zu raten? Riverstreet sagt ja, man darf. Jedoch zwingt der aktuelle Stand der Indizes den Anleger in Deutschland zu einer disziplinierten "Orderpolitik" und ständiger aufmerksamer Kontrolle seiner Entscheidungen....



USA NYSE, NewYork

Ähnlich wie in Frankfurt bewegen sich auch in New York die Aktienindizes auf 52-Wochen-Hoch-Niveau. Dennoch ist das Handeln an der Wall-Street nicht nur etwas für fortgeschrittene Trader. Vieles hängt momentan von der Fähigkeit zur Selektion ab. Die Entscheidung für den Erwerb von Anteilen an einem Unternehmen sollte mehreren Prüfungen standhalten....    



UK Börse, London

London ist immer noch einer der wichtigsten Finanzmarktplätze der Welt. Wer sein Geld global anlegen möchte wählt am besten diese Börse. Hier warten die höchsten Wachstumsraten auf den Anleger, der es versteht, die Globalisierung für sich zu nutzen. An dieser Stelle muss darauf hin gewiesen werden, dass das Risiko ebenfalls nicht zu unterschätzen ist....



Japan Börse, Tokyo

Japan ist der Geheimtipp für den Aktionär. Hier findet er fast alles, was eine Geldanlage haben sollte. Einen günstigen Preis, denn die Indizes sind noch relativ moderat, eine große Auswahl an Titeln, denn Japan verfügt über eine vielfältige und in weiten Teilen Wettbewerbsfähige Wirtschaft und relativ hohe Wachstumsaussichten....




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